cafeextra.de - Startseite Hessens kleinste kommunale Kleinkunstbühne Kommunale Kleinkunstbühne Café Extra
Schulstraße 17
| 64572 Büttelborn

Veranstalter: Gemeinde Büttelborn
Rathaus - Mainzer Straße 13
Fachdienst Kultur - Büro Rhönstraße 2 b
Telefon: 06152 1788-45 | Telefax: 1788-65
 — 05.02.2012 — 
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Freitag 29.10.2010, 20:00 Uhr
[201020]
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› Papa Legba's Blues Lounge • Südhessischer Blues
Papa Legba's Blues LoungeRauchige Stimmen voller Emotionen
Konzert: »Papa Legba's Blues Lounge« und der Büttelborner Alfred Heupt begeistern die Zuhörer im Café Extra
BÜTTELBORN. »It's Bluestime in Büttelborn« lautete das Motto beim Konzert von »Papa Legba's Blues Lounge«. Die Darmstädter Band trat allerdings nicht allein vor das Publikum im Café Extra, sondern hatte sich die Unterstützung des Büttelborner Blues-Urgesteins Alfred Heupt alias Al Cee Blues von »En Haufe Leit« gesichert. Er sang und spielte auf dem Piano. Zunächst aber legten Jürgen Queissner an der Gitarre, Reiner Lenz an der Bluesharp (Mundharmonika) und Thomas Heldmann am Kontrabass zu dritt los. Und wie sie das taten: Mit dem schnellen »I ain't gonna be your monkey man no more« gelang es ihnen gleich, die Zuschauer mitzureißen. Beim zweiten Lied »My babe« war es vollends um das Publikum geschehen, das begeistert mitklatschte. Aber nicht nur musikalisch punktete die Band, auch ihrem Ruf als Spaßkanonen wurden die Musiker gerecht. Der Song »Mystery Train« sei dem früheren Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gewidmet, flunkerte Queissner und erzählte die Geschichte vom verspäteten Zug nach einem Auftritt in Klagenfurt. Zu allem Überfluss habe es am Bahnhof nur lauwarmes Bier gegeben. Für gute Stimmung bei den Zuhörern sorgten auch interaktive Einlagen wie das Verteilen von Rasseleiern. Queissner feixte: »Wer das Ei fängt, darf dann was mit mir machen.« Da aber der erste Wurf nur am Boden ankam, wurden die fünf Frauen für die neue Zusatzband »The Flying Rythmeggs« direkt ausgewählt. Keine einfache Aufgabe für die Damen - Queissner wies an: »Wir verlangen Körpereinsatz.« Scheinbar ganz in seinem Element machte Lenz das richtige Kreisen der Hüfte dann enthusiastisch vor. Beim folgenden Lied stieg er von der Bluesharp auf eine Maultrommel um. Die fünf Frauen bekamen großen Applaus, mit Weißbier wurde auf ihre Leistung angestoßen. Nach den Späßen bei den Ankündigungen der Songs, wurde »Papa Legba's Blues Lounge« in ihrem Spiel emotional. Die Musiker schienen den Blues mit geschlossenen Augen durch und durch zu fühlen. Alle beherrschten ihre Instrumente gut. Vor allem Lenz zeigte an der Blues harp großes Können, was er immer wieder in Soli unter Beweis stellte. In einem ruhigen Gitarrenlied zeigte auch Queissner eine andere Seite seines Spiels, das zuvor von Tempo bestimmt war. Und Heldmann sorgte den ganzen Abend über mit dem Zupfen der Basssaiten und dem Klopfen auf seinem Instrument für den eingängigen Rhythmus. Alle drei sangen zu den Stücken, im Mittelpunkt aber stand Queissner. Mit seiner charakteristischen, kraftvollen Stimme gelang es ihm, den Raum auch ohne Mikrofon auszufüllen. Bevor Alfred Heupt für diesen einen Abend zu den Dreien stieß, sang die Band noch ein Ständchen »für das Café Extra und die Seele des Etablissements, Claudia Weller«. Mit der Woodstock-Hymne »Going up the country« würdigten sie eine Einrichtung, die »besser als Fernsehen und kommerzielle Veranstaltungen« sei. Mit Unterstützung Heupts gewann die Band dann nicht nur akustische Stärke, sondern auch eine weitere rauchige, kräftige Stimme dazu. Gemeinsam zelebrierten sie schließlich ihre Heimat, das Ried. »Büttelborner haben es schon gesungen, Mörfelder haben es schon gesungen«, sagte Heupt, »und nun singen wir alle Bodo Kolbes, Mir spiele den Blues' zusammen.« Dabei war wieder das Publikum gefordert: Wenn die Band »Mir spiele den Blues« sang, antwortete es »Ihr spielt den Blues«. Nach gut drei Stunden mit nur zwei kurzen Pausen schlossen die vier ihren Auftritt mit dem Lied »House of the rising sun«. Trotz der Ansage »Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören«, konnten die vier Vollblutmusiker sich nicht so einfach von den Zuschauern verabschieden und beglückten sie noch mit einigen Zugaben, etwa dem Klassiker »Stormy Monday Blues«.

Quelle: Groß-Gerauer-Echo vom 02.11.10 - Charlotte Schnitzspahn
Bild: Alexander Heimann | Bildbearbeitung: -
 • AUSVERKAUFT • 
» Wo: Café Extra
» Karten: 10,00 € // 13,00 € (Abendkasse)  Web: www.bluespapas.de
— Papa Legba's Blues Lounge featuring Alfred Heupt - Blues aus dem tiefen Süden Hessens
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